Alfred Tomatis – der Erfinder des Tomatis Hörtraings

Alfred Tomatis wurde am 1. Januar 1920 in Nizza geboren.
Er war Doktor der Medizin an der Universität Paris und Spezialist für Hals-, Nasen- und Ohrenkrankheiten und Gehör- und Sprachstörungen.

Im Laufe seines beruflichen Lebens erforschte er für das französische Arbeitsministerium den Lärm, die Berufstaubheit, die Stimme an sich und erstellte Studien zur Gesetzgebung und Klassifizierung der Berufstaubheit.
Für das Luftfahrt-Ministerium erstellte er eine Studie über Geräuschtraumata.

Wie das Hörtraining entstand:

Seit 1945 war Tomatis in seiner Praxis mit drei Gruppen von Menschen und bestimmten berufsabhängigen Motivlagen konfrontiert:

1) Berufssänger, denen es nach einigen Jahren Berufserfahrung nicht mehr gelang, die vollständige Breite der Harmonien zu erreichen und daher falsch sangen,

2) Arbeiter der Flugzeugreparaturwerkstätten und des Arsenals von Paris, die durch den starken Lärm taub wurden und teilweise depressiv waren. Sie hatten Vorteile davon, für taub gehalten zu werden, weil sie dann Vergünstigungen beanspruchen konnten,

3) Piloten, für die es nachteilig war, taub zu sein, so dass sie alles daran setzten, so gut wie nur möglich zu hören.

Tomatis forschte nach einer objektiven Untersuchungsmethode, die es unmöglich machte, falsche Angaben zu machen bzw. zu simulieren.

In 50 Jahren Forschung hat er entdeckt,
- dass die Psyche das Hören- bzw. Nichthörenwollen unbewusst beeinflusst,
- dass sich die Stimme und das Verhalten ändern, wenn sich die Hörfähigkeit verbessert,
- dass die eigene Stimme nur die Obertöne enthält, die das Ohr wahrnehmen kann
- dass sich der stimmliche Ausdruck sofort und unbewusst verbessert, wenn man einem geschädigten Ohr ermöglicht, korrekt zu hören
- dass man den stimmlichen Ausdruck verbessern kann, wenn man das Gehör über eine gewisse Zeit genügend anregt

Wenn Sie noch tiefer in das Thema einsteigen wollen, empfehle ich die Literaturliste.