|
|
Startseite
Profil
Hörtraining
- Grundlagen
- Anwendungsgebiete
- für Kinder
- für Erwachsene
- für Fremdsprachen
Literatur
Preisliste
Kontakt
Links
Impressum |
Pädagogisches Hörtraining
auf der Grundlage von Prof. Dr. Alfred Tomatis
|
Hören. Horchen. Zuhören. Zugehörigkeit.
Am Hören hängt viel, weit mehr als nur
das reine Hören:
Über das Ohr orientieren wir uns im Raum. Wir reagieren auf
andere Menschen und treten in Austausch mit ihnen.
Wir gehören zu einer Gruppe.
Wir lernen, zuzuhören und nehmen damit andere Menschen wahr.
Wir wollen, dass jemand uns zuhört, uns wahrnimmt und
annimmt.
Obwohl unsere Ohren scheinbar immer
geöffnet sind, nehmen wir trotzdem nicht alles bewusst wahr, was
in unsere Ohren dringt.
Man muss daher unterscheiden
zwischen Hören und Horchen. Wie das Sehen ist auch das Hören
ein selektiver Vorgang: zwar gelangen alle Bilder an unsere
Netzhaut und alle Töne dringen in unser Ohr - aber wir
wählen aus, was wir wahrnehmen.
|
|
 |
Die bewusste Wahrnehmung enthält also eine
psychologische Komponente: die
Entscheidung, was man hört und was nicht.
Bsp.: Menschen, die nahe an einer
Autobahn wohnen, blenden das Rauschen der Autobahn aus.
Wörtlich sagen sie oft: "Ach, das stört mich nicht -
ich
höre es gar nicht mehr!"
Wenn das Horchen beeinträchtigt ist, hat dies erhebliche Folgen:
- bei der Wahrnehmung
- bei der Orientierung im Raum
- bei der Reizverarbeitung
- in der Kommunikation
- bei der Gestaltung von Beziehungen allgemein
- beim Lernen, z.B. von Fremdsprachen
|
|
Das Ohr als Tor zur Welt
Der
Gehörsinn ist bereits viereinhalb Monate vor
der Geburt vollständig ausgebildet, und der Hörnerv
funktioniert. Wenn das Kind geboren wird, ist der Hör- und
Gleichgewichtssinn der am meisten entwickelte Körpersinn.
Besonderes wichtig für das Baby ist die Stimme der
Mutter, außerdem ihr Herzschlag und Atemrhythmus.
Der Fetus nimmt Melodie, Rhythmus und Stimmung genau wahr und reagiert darauf.
Und er entscheidet: Bin ich in Sicherheit, wenn ich höre?
Will ich alles hören? Kann ich vertrauen?
Da der Fötus im Wasser schwimmt, hört er nur oberhalb von
8000 Hertz. Nach der Geburt muss sich sein Ohr auf die
Frequenzen der Luft umstellen, was mehrere Wochen dauert.
|
|
 |
|
Diese Umstellungsphase ist sehr anfällig für die
verschiedensten Störungen, und diese wirken sich meist auch
psychisch aus. Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass die
Ursachen der meisten psychologischen Störungen in den ersten
Lebensetappen zu finden sind (Fötusphase, Beginn der
Beziehung zur Mutter, Geburt, Ankunft im Leben).
Im Hörtraining wird diese Zeitperiode sozusagen
akustisch noch einmal aufgerollt, so dass man seine Identität neu
aufbauen kann.
Das Ohr als Tor zum Körper
Im Innenohr sind zwei Systeme miteinander verbunden:
Die Hörschnecke nimmt Schallwellen auf und leitet sie weiter.
Das Gleichgewichtsorgan ist mitverantwortlich für Körperhaltung, Körperbild, Orientierung im Raum
und Motorik.
Vor allem das Hören rhythmisch betonter, tiefer Frequenzen löst eine Mitreaktion
im Gleichgewichtssystem und im Kleinhirn aus.
Wir beeinflussen also über das Ohr (z.B. mit Musik) auch die Körpermotorik.
Die drei Grundgesetze der Tomatis-Methode:
1. Die Stimme enthält als Obertöne nur die Frequenzen, die das
Ohr hört.
2. Gibt man dem Ohr die Möglichkeit, auch die Frequenzen wieder korrekt zu
hören, die es bisher nicht mehr oder nur schlecht gehört hat, so tauchen diese
sofort und unbewusst in der Stimme wieder auf.
3. Wenn man diese Gehör-Stimulation über einen bestimmten Zeitraum wiederholt,
verbessern sich Gehör und Stimme nachhaltig.
|
|